Fachgebiet Cognitive and Developmental Psychology

Was lässt sich aus Erkenntnissen der Forschung zu Lese-Rechtschreibstörungen für die Prävention und Intervention bei funktionalem Analphabetismus ableite

Projektleitung: Prof. Dr. Thomas Lachmann, apl. Prof. Dr. Maria Klatte, Dr. Kirstin Bergström

ProjektmitgliederDr. Réka Vágvölgyi, Aleksander Bulajić, Tenyse Wells

Geldgeber: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Gesamtkosten: € 325.027,84

Gesamtkosten inkl. Projektpauschale: € 390.033,41

Laufzeit: 01.11.2018 - 31.10.2021

Inhalt: In Deutschland sind etwa 14% der erwerbstätigen Bevölkerung von funktionalem Analphabetismus betroffen, mit der Folge eingeschränkter Verwirklichungschancen und hoher volkswirtschaftlicher Kosten. Im Projekt wird geprüft, ob bzw. inwieweit Forschungserkenntnisse zur Verursachung, Prävention und Behandlung von Lese-Rechtschreibstörungen (LRS) im Kindesalter auf die Personengruppe der funktionalen Analphabeten übertragbar sind. Hintergrund dieser Fragestellung bilden Studien, denen zufolge ein beträchtlicher Anteil der funktionalen Analphabeten in der Schulzeit von einer spezifischen Lernstörung betroffen war sowie Studien, wonach funktionaler Analphabetismus mit ähnlichen kognitiven und hirnstrukturellen Auffälligkeiten einhergeht wie die Lese-Rechtschreibstörung. In diesem Projektwerden Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen funktionalen Analphabeten, Erwachsenen mit normaler Schriftsprachentwicklung und Erwachsenen und Kindern mit LRS identifiziert und analysiert. Aus den Befunden werden Konsequenzen für die Prävention von funktionalem Analphabetismus und die Gestaltung evidenzbasierter Lernangebote zur Alphabetisierung abgeleitet. Zudem werden evidenzbasierte Strategien für zukünftige Forschungstätigkeiten im Bereich des Funktionalen Analphabetismus erarbeitet.

 

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