Fachgebiet Pädagogik

Kurzzusammenfassung des Spiels

Inside ist ein 2D Rätsel-Jump-'n'-Run Spiel. Die Handlung beginnt ohne Vorgeschichte. Ein kleiner Junge rutscht eine Felswand herunter und befindet sich alleine in einem düsteren Wald. Von da begegnen ihm zahlreiche Bedrohungen, zum Beispiel wird er von Menschen, Fahrzeugen und Hunden gejagt. Der Protagonist ist dabei mehr oder weniger wehrlos und muss sich daher verstecken oder davonlaufen. Mit fortschreitendem Spielverlauf ändert sich die Umgebung. Sie wird industrieller und bleibt gespenstisch. Es gibt nur wenige Farbakzente und auch die Geräuschkulisse wirkt bedrohlich und integriert je nach Intensität körperliche und emotionale Zustände des Protagonisten. Die Spielwelt ist voller Hindernisse, die durch Rätsellösungen überwunden werden müssen. Die Fähigkeiten des Jungen begrenzen sich dabei aufs Greifen, Springen, Schleichen, Rennen, Schwimmen und Klettern. Zur Verfügung stehen ihm in die Welt eingearbeitete Elemente, wie zum Beispiel Kisten, Schalter, ein U-Boot oder Tiere. Auch andere Menschen können für seine Zwecke instrumentalisiert werden. Dies geschieht durch einen Gedankenhelm, durch den der Junge andere steuern kann, um im Spiel voranzuschreiten.

Andere Menschen sind zum einen Aufpasser, die den Jungen an andere verraten oder ihn zu vernichten trachten und zum anderen willenlose, in sich zusammengefallene Geschöpfe, die einer unbekannten Autorität unterliegen. Dies zeigt sich durch Lastwagen, in denen sie abtransportiert werden sowie in Menschenreihen, in denen sie stehen oder im Gleichschritt gehen. Im Hintergrund sind außerdem häufig Kamerainstallationen zu sehen, die die Menschen überwachen, sodass insgesamt eine dystopische und totalitäre Gesellschaft dargestellt wird. Sobald der Junge auffällt, wird er an einen naheliegenden Punkt zurückversetzt, von wo aus er erneut starten kann.

Forschung zu Inside

Das Erkenntnisinteresse bei der Forschung an Inside ist auf den Bereich der Werte- und Normenvermittlung ausgelegt. Es soll untersucht werden, ob der*die Spielende während des Spielens das herrschende Regime mit der Angst des Jungen in Verbindung bringt und wie sich die Haltung zu den Themen Macht, Gewalt und Gemeinschaft wandelt. Im Fokus steht dabei das Überleben des Jungen welches nur durch Flucht, Anpassung und verschiedener Verstecke möglich ist. Während des Spiels wird die Abgrenzung des Jungen zu seiner Außenwelt und dem Leben darin immer deutlicher. Die Geschichte spielt in einer Welt voller Unterdrückung, erzwungener Anpassung und vollständiger Ablehnung von Differenzierung, sodass das Individuum zu verschwinden droht. Wir arbeiten an einem Forschungsdesign, in dem Proband*innen zur Reflexion dieser Themen angeregt werden. Wir untersuchen dabei, welche Spielszenen welche Assoziazionen hervorrufen und welche Voraussetzungen seitens der Proband*innen (z.B. Voriwssen, Spielerfahrung, Persönlichkeit, Bildungsgrad) gegeben sein müssen, damit die Spielinterpretation sowie Spielreflexion gelingen kann. Dazu erhenem wir im Vorfeld standardisierte Daten und lassen anschließend Spieler*innen das Spiel spielen, um sie währenddessen und im Anschluss danach nach ihren Interpretationen zu fragen und diese zu reflektieren. Ziel desr Datenauswertung wird das Konzipieren eines Unterrichtsentwurfs für den Ethikunterricht sein.

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