Fachgebiet Sportwissenschaft

Programm

Im Folgenden erhalten Sie Informationen über das geplante Programm des Schneesportsymposiums am 9. November.

Die Teilnahme am Schneesportsymposium kann als Fortbildung zur Verlängerung einer bestehenden Lizenz verwendet werden (6 UE). Anerkannt wird die Teilnahme als Lehrerfortbildung der ADD, als Übungsleiterfortbildung des Sportbundes sowie als DSV Fortbildung. Die Fortbildungsnummer für das Schneesportsymposium lautet 19ST002801.

THEORIE

MEHR SICHERHEIT DURCH ENTWICKLUNGEN IM BEREICH AUSRÜSTUNG

Referent: Prof. Dr.-Ing. Veit Senner, TU München

Untertitel: Was wird gemacht – was wäre machbar – warum wird das Machbare nicht gemacht?

Inhalt: Warum passt mein neuer Skischuh nicht mehr richtig in meine Bindung, die ich erst letztes Jahr gekauft habe? Warum setzen viele Skitourengeher ihre Leichtbindungen vor der Abfahrt in den Aufstiegsmodus? Warum gibt es eigentlich immer noch Knieverletzungen beim Skifahren – kann es nicht endlich die sichere Skibindung geben? Der Vortrag wird nicht nur die Antworten auf diese Fragen liefen. Er wird vor allem versuchen, Hintergründe zu erläutern und einen Einblick zu geben, wie komplex das Zusammenspiel zwischen Herstellern, der Forschung, dem Fachhandel, dem Normenwesen und uns Nutzern eigentlich ist.

 

 

METHODIK AUF DEM PRÜFSTAND

Referent: Prof. Dr. Nico Kurpiers, Universität Hildesheim

Untertitel Vortrag I: Wie erziele ich in einer „Ski-Reha“ schnelle und sichere Erfolge?

Untertitel Vortrag II: Die „Einskimethode“

Inhalt: Das von der Universität Hildesheim unter der Leitung von Prof. Dr. Nico Kurpiers veranstaltete Winter Camp für krebskranke Kinder und deren Familien kann einerseits als Versorgungsprojekt und andererseits als Forschungsprojekt aufgegriffen werden. Dabei sind die drei großen Säulen der Reha: die Physis, die Psyche und das Soziale gleichermaßen bedeutend. Patienten sollen unter Betreuung in einer kleinen Gemeinschaft wieder an dosierte körperliche Anstrengungen herangeführt werden und dadurch körperliche Fitness, Selbstvertrauen, psychisches Wohlbefinden und Spaß an der faszinierenden Bewegung im Schnee erlangen. Andererseits ist es auch ein Forschungsprojekt, in dem z.B. die Auswirkungen einer Skiwoche auf die Balance und andere wichtige motorische, immunologische sowie psychische Parameter erfasst werden.

Da die Wahl des angemessenen Lehrweges besonders bedeutsam für den Lernerfolg ist, wurde auch die Methodik wissenschaftlich begleitet, woran die Schnittstelle zwischen Gesundheitssport und Bewegungswissenschaften deutlich wird. Die Vorträge zum Versorgungs- und zum Forschungsprojekt werden sowohl aus bewegungswissenschaftlicher als auch aus gesundheitswissenschaftlicher Perspektive beleuchtet und über Bild- und Filmmaterial veranschaulicht.

 

 

Einfluss motorischer Präferenzen auf das alpine Skifahren

Referent: Dr. Sören Baumgärtner, Goethe-Universität Frankfurt am Main

Inhalt: Die Bewegungskontrolle bei ähnlichen Bewegungsaufgaben wird von verschiedenen Menschen unterschiedlich gelöst und ist abhängig von motorischen Präferenzen. Die optische Wahrnehmung über das Sichtfeld beispielsweise ermöglicht eine individuelle Wahl von Bewegungssituationen. Weiterhin können unterschiedliche Schwungtechniken aufgrund bevorzugter Rotationsformen um die Körperlängsachse resultieren und sind abhängig vom sogenannten mobilen Punkt. In der Vermittlung des alpinen Skifahrens können diese u.ä. Präferenzen insbesondere in der Bewegungsvorbereitung genutzt werden, um Lernenden die Situation zu erleichtern und so einen schnelleren Lernerfolg realisieren zu können.

 

 

Schneesport - Interaktiv

Referent: Dr. Peter Kovar, Anna Thomas, TU Kaiserslautern 

Inhalt: Die Interaktionen im Schneesport sind allgegenwärtig und finden sowohl zwischen SchneesportlehrerInnen und SchülerInnen als auch unter den KursteilnehmernInnen statt. Um den Ansprüchen, Zielen und Wünschen der TeilnehmerInnen gerecht zu werden, muss die Rolle des Leiters/der Leiterin teilweise neu interpretiert werden und die Interaktions- und Kommunikationsstruktur angepasst werden. Dies kann durch (neue) offene Unterrichtsmethoden und die Umsetzung pädagogisch reflektierter Führungsgrundsätze unterstützt werden.

Veränderte Strukturen, Führungsgrundsätze, motorische und persönlichkeitsbildende Ziele sowie selbstgesteuerte Methoden und dazu geeignete Mittel werden in dieser Einheit näher beleuchtet.


Praxis

Rollen – Gleiten – Fahren

Referent: Oliver Mai, von OLIMA SPORT für die ADAC Stiftung

Titel: Roller Fit-Praxisworkshop

Inhalt: Rollerfahren ist Teil der Erlebniswelt unserer Kinder. Es werden vielfältige Erfahrungen im Bewegungsfeld Rollen – Gleiten – Fahren ermöglicht. Ein entsprechendes Training wird als optimale Vorbereitung für das Fahrradfahren empfohlen, kann aber auch sinnvoll mit anderen Schwerpunkten, wie der Skivorbereitung, verknüpft werden.
Mit dem Projekt Roller Fit unterstützt die ADAC Stiftung Sie dabei, diese spannende Bewegungsform besser zu verstehen, einfach und sinnvoll umzusetzen sowie einen Beitrag zu einer modernen Mobilitäts- und Verkehrserziehung (in der Schule) zu leisten.
Anhand ausgewählter Praxisübungen und Spiele erhalten Sie einen umfassenden Einblick in die Vielfalt der Bewegungsform „Rollerfahren“. Mit Hilfe des Roller Fit-Starterpaketes sind Sie anschließend ohne Weiteres in der Lage, abwechslungsreiche und begeisternde Programme mit Rollern umzusetzen. Am Ende der Veranstaltung erhalten Sie eine Teilnahmebescheinigung und das Roller Fit-Starterpaket.

 

Referent: DSV/Skiverband Pfalz

Titel: DSV on tour

Inhalt: Mit dem Projekt sollen möglichst viele Kinder für den Skisport begeistert werden. Darum werden Möglichkeiten aufgezeigt, wie ein abwechslungsreiches Training altersgerecht gestaltet werden kann. Inhaltlich werden Übungen und Spielformen zu den Schwerpunkten Gleichgewicht, Rhythmik und Abstoß vorgestellt und durchgeführt.

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